gradlab

Jahrgang 2020/21
Die neuen Stipendiat*innen sind gekürt

Designhaus Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Eine Stipendiatin und drei Stipendiaten für 2020 sind gekürt und ziehen ins Designhaus ein

Hessen Design kann für die Gradlab-Stipendien zwei sehr interessante und unterschiedliche Projekte mit insgesamt vier neuen Designers-in-Residence vorstellen! Wir gratulieren dem Team von „Hesse Hour“, Tobias Bölkow und Simon Ritsma, und dem Team von „Agentur für Arbeit“ (Arbeitstitel), Daniela Sonnabend und Oliver Böhler!

Die Auswahl der Stipendien traf die Jury von Design-Fachleuten: Industriedesigner Prof. Tom Philipps, Hochschule Darmstadt und IFID, die Kommunikationsdesignerin Sandra Doeller, die Kuratorin und Leiterin von Hessen Design Cornelia Dollacker und die Kulturmanagerin Verena Schneider.

Cornelia Dollacker berichtet: „Wir sind gespannt, nun mehr über die Projekte zu erfahren und ihre Entwicklung in den kommenden Monaten im Designhaus zu begleiten.“ Im gradlab-Stipendienprogramm stehen ein eigenes Atelier, technisches Equipment, die Ausstellungs- und Seminarräume im Designhaus sowie das gesamte Netzwerk von Hessen Design zur Verfügung.

Besuchen Sie das gradlab auf Instagram und Facebook und lernen Sie die Arbeiten der vergangenen Stipendiat*innen kennen.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns hierzu einfach eine Nachricht an:

Verena Schneider, Dipl.-Des.
Projektleitung | gradlab_designers in residence
schneider@hessendesign.de


Rückblick 2019

Konzeption & Realisation einer Skillsharing-Workshopreihe: »friends with benefits«
Ein Projekt von Stipendiatin Maren Diana

Fotos © Maren Diana, v.l.n.r. #1 how to dj | #4 woodcut | #3 webdesign | #6 pottery

Im Rahmen von »friends with benefits«, konzipiert von Maren Diana, luden ab Sommer 2019 bis Frühjahr 2020 sechs Freunde ins Designhaus ein und teilten ihr Expert*innenwissen mit den Teilnehmer*innen ihres Workshops – so wurden Platten aufgelegt, Holz geschnitten, Codes geschrieben, Pflanzen verschenkt, Videos geschnitten und Ton modelliert.

Konzeption & Realisation eines Musikvideos: »Temples«
Ein Projekt von Stipendiatin Stephanie Werner

Das Musikvideo zu Harry Benders »Temples« beschreibt durch Performance, Licht und Projektionen Angst und Ohnmacht; Themen, mit denen sich der Interpret in der Entstehungszeit des Tracks auseinandersetzen musste. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Interpreten, Nils Heck und Julia Baier.

Die Person im abstrakten Video verkörpert durch ihre körperliche Nacktheit ihre emotionale Verwundbarkeit, die durch Folien verschleiert wird, wie durch eine Maske, die man sich zum Schutz im echten Leben aufbaut. 

Sie stößt dabei immer wieder auf ihre Maskierung, wirkt darin gefangen. Die Performance zeigt das Aufbäumen gegen die Gefangenschaft. Dabei wirkt die Folie wie ein undurchdringlicher Vorhang. 

Die Vielschichtigkeit, die bei den Aufnahmen in Form von Lichtern, Folien und verschiedenen Projektionen erreicht wurde, wird auch im Edit weitergeführt, in dem sich Videos überlagern, verschieben und überlappen. Der Zuschauer soll mit der Flut an visuellen Eindrücken überfordert werden, sich ebenfalls gefangen fühlen im Dickicht. 

Ein zusätzliches Element, das Musik und Bild vereint, ist das Fließen der Folien zusammen mit dem Wellen-Effekt im finalen Edit, die das Gefühl des Wankens bestärken, das im Track musikalisch thematisiert wird.

Screenshots aus dem Video © Stephanie Werner