gradlab

Designer*innen aufgepasst
Jetzt als »Designer In Residence« bewerben

Designhaus Künstlerkolonie Mathildenhöhe

* * * BEWERBUNGSZEITRAUM BIS 30. SEPTEMBER VERLÄNGERT * * *
Aufgrund der Verzögerung des Sommersemesters und den grundlegend erschwerten Umständen durch die Corona-Pandemie, haben wir die Bewerbungsfrist um einen Monat ausgeweitet. Die Gespräche zur Platzvergabe finden in der zweiten Oktoberwoche statt.
Der Stipendienzeitraum startet am 02. November.

BEWERBUNGSZEITRAUM
Beginn: Mittwoch, 15. Juli 2020
Bewerbungsschluss: Mittwoch, 30. September 2020 (bis 23:59Uhr)

STIPENDIENZEITRAUM
02. November 2020 – 31. August 2020

Hessen Design e.V. lädt zum dritten Mal ins »gradlab«, dem Atelier und Workspace für graduierte Designer*innen, ins Designhaus auf die Mathildenhöhe ein.

Das Arbeitsstipendium »designers in residence« richtet sich seit 2018 an junge Designer*innen aus allen Bereichen des Designs mit dem Auftrag, regionale Designtalente zum Berufsstart bei der individuellen, kreativen Weiterentwicklung zu unterstützen.

Dabei ist es Hessen Design in Anknüpfung an die kulturhistorische Bedeutung der Künstlerkolonie von besonderer Wichtigkeit, den jungen Designer*innen die Gelegenheit zur eigenen künstlerischen Forschung am Designerbe der Mathildenhöhe zu . Das von Architekt Alfred Messel im Jahr 1908 erbaute Designhaus, wird durch die kunst- und kulturschaffenden Designer*innen des gradlab in einen lebendigen Dialog mit relevanten, gesellschaftlichen Themen von heute gebracht.

Bewerben können sich graduierte Designer*innen mit einer konkreten Projektidee, die im Zeitraum von zehn Monaten im gradlab realisiert werden kann. Es stehen den Stipendiat*innen ein eigenes Atelier, technisches Equipment, die Ausstellungs- und Seminarräume im Designhaus sowie das gesamte Netzwerk von Hessen Design zur Verfügung. Die entstandenen Arbeiten werden zum Abschluss des »designers in residence«-Programms in einer Publikation sowie in einer Ausstellung präsentiert.

Die Auswahl der Stipendiat*innen trifft eine Jury von Design-Expert*innen, darunter Industriedesigner und Hochschullehrer Prof. Tom Philipps (Hochschule Darmstadt, IFID), Kommunikationsdesignerin Sandra Doeller (Bureau Sandra Doeller), Kulturmanagerin Verena Schneider sowie Kuratorin und Leiterin von Hessen Design Cornelia Dollacker. Die Jury wird die Designer*innen des gradlabs durch individuelles Mentoring im Stipendienzeitraum begleiten.

»gradlab_designers in residence« ist eine Kooperation von Hessen Design e.V. mit dem IFID (Institut für Innovation und Design).

BEWERBUNGSVORAUSSETZUNGEN

Hessen Design e.V. vergibt das Arbeitsstipendium an maximal drei Designer*innen mit abgeschlossenem Studium, die durch ihre Denk-, Handlungs- und Produktionsweisen eine
besondere Originalität beweisen.

  • Bewerbungen aller Design-Disziplinen sind ausdrücklich erwünscht
  • Nur Absolvent*innen ( Bachelor / Master / Diplom ), die ihren Abschluss im Jahr 2019 oder 2020 erlangt haben, sind zur Bewerbung zugelassen
  • Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Hessen (Das Studium kann in einem anderen Bundesland absolviert worden sein)
  • Es besteht die Möglichkeit, sich als Team von zwei bis max. drei Personen zu bewerben

Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eine*r Mitbewerber*in liegende Gründe überwiegen.

Hinweis: Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.

Alle ausführlichen Informationen über das Projekt und zur Bewerbung liegen im PDF zum Download bereit.

Besuchen Sie das gradlab auf Instagram und Facebook und lernen Sie die Arbeiten der vergangenen Stipendiat*innen kennen.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns hierzu einfach eine Nachricht an:

Verena Schneider, Dipl.-Des.
Projektleitung | gradlab_designers in residence
schneider@hessendesign.de


Rückblick 2019

Konzeption & Realisation einer Skillsharing-Workshopreihe: »friends with benefits«
Ein Projekt von Stipendiatin Maren Diana

Fotos © Maren Diana, v.l.n.r. #1 how to dj | #4 woodcut | #3 webdesign | #6 pottery

Im Rahmen von »friends with benefits«, konzipiert von Maren Diana, luden ab Sommer 2019 bis Frühjahr 2020 sechs Freunde ins Designhaus ein und teilten ihr Expert*innenwissen mit den Teilnehmer*innen ihres Workshops – so wurden Platten aufgelegt, Holz geschnitten, Codes geschrieben, Pflanzen verschenkt, Videos geschnitten und Ton modelliert.

Konzeption & Realisation eines Musikvideos: »Temples«
Ein Projekt von Stipendiatin Stephanie Werner

Das Musikvideo zu Harry Benders »Temples« beschreibt durch Performance, Licht und Projektionen Angst und Ohnmacht; Themen, mit denen sich der Interpret in der Entstehungszeit des Tracks auseinandersetzen musste. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Interpreten, Nils Heck und Julia Baier.

Die Person im abstrakten Video verkörpert durch ihre körperliche Nacktheit ihre emotionale Verwundbarkeit, die durch Folien verschleiert wird, wie durch eine Maske, die man sich zum Schutz im echten Leben aufbaut. 

Sie stößt dabei immer wieder auf ihre Maskierung, wirkt darin gefangen. Die Performance zeigt das Aufbäumen gegen die Gefangenschaft. Dabei wirkt die Folie wie ein undurchdringlicher Vorhang. 

Die Vielschichtigkeit, die bei den Aufnahmen in Form von Lichtern, Folien und verschiedenen Projektionen erreicht wurde, wird auch im Edit weitergeführt, in dem sich Videos überlagern, verschieben und überlappen. Der Zuschauer soll mit der Flut an visuellen Eindrücken überfordert werden, sich ebenfalls gefangen fühlen im Dickicht. 

Ein zusätzliches Element, das Musik und Bild vereint, ist das Fließen der Folien zusammen mit dem Wellen-Effekt im finalen Edit, die das Gefühl des Wankens bestärken, das im Track musikalisch thematisiert wird.

Screenshots aus dem Video © Stephanie Werner