Allgemein Ausstellung Design Messe Netzwerk

Newsletter Februar 2022





Liebe Leserin, lieber Leser,


„Die Frankfurt Fashion Week soll ein Happening für alle sein! Das werden wir während der FFW zeigen. In Showrooms, Galerien, Bars, Restaurants und Clubs – quer über die ganze Stadt verteilt. Das wird einzigartig“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies Messe Frankfurt, noch vor ein paar Monaten. Nun ist man leider weit hinter diesen Zielen zurückgeblieben, die große Blase der neuen internationalen Modemetropole geplatzt. Zurück an die Spree ziehen die Messe-Marken Premium, Seek, The Ground und Fashion Tech. Der Kreis der FFW-Profiteure, in die die Messegesellschaft und die Kommune Millionen von Euro investiert haben, war vielleicht zu klein gewählt, die Modeexpertise zu dünn und die Wahrnehmung weiblicher Ideengeberinnen zu gering.

Vorerst bleiben nur die beiden Fachmessen Neonyt und Val:ue übrig. Diese stehen für ein neues Denken, mehr Nachhaltigkeit und innovative Verkaufs- und Kreislaufkonzepte. Das kann für Frankfurt auch eine Chance sein! Zurechtgestutzt und am Boden der Tatsachen angekommen, sollte der Kreis der Expertinnen und Experten deutlich vergrößert werden, regionale und internationale Akteurinnen und Akteure, wie z. B. Lidewij Edelkoort, Trendforscherin und world hope forum Initiatorin, mit ins Boot genommen werden. Sie rät: „von ganz vorne anzufangen und neue Systeme ohne Ego aufzubauen.“
Mit Networking ohne Profitdenken, belastungsfähigen Kooperationen und einer Umverteilung des Gesamtbudgets könnte etwas ganz anderes als in Berlin, Paris oder Mailand entstehen.  






Ihre Cornelia Dollacker

Leiterin Hessen Design e.V.

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Rückschau: Transforming Frankfurt Fashion

Front row – Fünf Tage lang konnte jeder an unserem Hybrid-Programm „Transforming Frankfurt Fashion“ teilnehmen! Jeden Tag interessante Gäste und Gespräche, reale und virtuelle Begegnungen im Polestar Showroom mit der Präsentation von sechs nachhaltigen Mode- und Designlabels und dem hessischen Nachwuchswettbewerb HDC. Krönender Abschluss war das spontane Straßenkonzert der Band Dragonflies und der Street-Runaway rund um das neue Gebäude „Flare of Frankfurt“ und das Palais Thurn und Taxis.

Den Auftakt der Schaufenstertalks von Béatrice Steimer und Christine Fehrenbach machten Valerie Zilch, the paperbag, und Jonathan Radetz Jewellery mit ihren aktuellen Kollektionen. An den weiteren Tagen waren Cornelia Dollacker mit dem HDC Nachwuchswettbewerb, Svenja Bickert-Appleby von Solostücke und Circular Flow, Dr. Katharina Funke-Braun mit Limo wardrobe, Alexandra Svendsen mit gleichnamigen Label, Olivia Dahlem mit Coco-Lores, Sibel Selen mit puresence sowie Gastgeberin Christine Fehrenbach mit The Guestlist mit von der Partie.



Mit dem Hybrid-Programm haben wir ein neues Level der Kombination von realen und digitalen Veranstaltungsformaten gesetzt. Bei der täglichen Zoom-Konferenz konnten sich auch Außenstehende beteiligen – kompakte Live-Instagram-Beiträge haben die Talks auf den Punkt gebracht. Die Diskussion konnte live mit Anmeldung und 2G+ besucht werden und gleichzeitig lief der Youtube-Stream, den Sie immer noch verfolgen können.



Premiere hat jetzt ein toller Film über unsere intensive Zeit der Frankfurt Fashion Week – mit den Partnern und Förderern, wie das Hessische Wirtschaftsministerium, die Hessen Agentur, die Wirtschaftsförderung Frankfurt, der Messe Frankfurt und vielen anderen – jetzt von zu Hause aus genießen und nachklingen lassen.


Die Podiumsdiskussion „Fashion and Design in Transition. An Opportunity for the Future?“ wurde live auf Youtube gestreamt. Moderiert von Max Gilgenmann, Studio MMO4, und den Gästen Alexander Lutz, Polestar Germany, Bettina Bär, Neonyt & Val:ue, Benjamin Mandos von Got Bag und die Veranstalterin Christine Fehrenbach mit Beiträgen rund um nachhaltigere Entwicklungen in der Mode und im Design und deren Einfluss auf die Märkte.




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25. bis 27. Februar:
49. INNATEX präsentiert über 150 Green Fashion Brands und Labels


Trotz Dauer-Pandemie und Teminverschiebung setzt sich die internationale Fach- und Ordermesse für nachhaltige Textilien durch und präsentiert auf der 49. INNATEX viele junge und experimentierfreudige Konzepte und Neuzugänge: Von Damenoberbekleidung aus Leinen der litauischen Marke Luel, dem kanadischen Schuhlabel Native Shoes mit kompostierbaren Materialien aus Algen und anderen Pflanzen, bis hin zu Yoga-Accessoires von Southern Shores und beliebten Klassikern der Naturtextilen. Darüber hinaus sind auch der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) und der Standardgeber Global Organic Textile (GOTS) auf der Messe vertreten.

Als neues Mitglied von Hessen Design wünschen wir dem Veranstalter Muveo GmbH viel Erfolg!




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HDC-Gewinnerprojekt „Soaps“ nominiert beim Pure Talents Award 

Florian Bremer, Gewinner der Hessen Design Competition 2021, hat mit seinem Projekt SOAPSO, der Skulpturen ähnlichen Seifenkollektion, den Sprung unter die Nominierten des Pure Talents Award 2022 der imm Cologne geschafft. In der Endrunde des 19. Wettbewerbs stehen 20 Nachwuchsdesigner, die in den Wettbewerbskategorien Möbel, Tapeten und Textilien, Leuchten, Smart Home und Wohnaccessoires nominiert wurden. Eine vierköpfige Jury, der auch Hessen Design Juror Sebastian Herkner angehört, hat sie ausgewählt.

Die Nominierung eines durch Gebrauch unmittelbar veränderlichen und vergänglichen Produkts, wie  den Seifen, ist bemerkenswert, haben wir es in Produktdesign-Wettbewerben doch zumeist mit wertbeständigen, auf dauerhaften Gebrauch angelegten Objekten zu tun. Florian Bremers geformte Seifen sind mit ihrer gebrauchsmässigen Flüchtigkeit ein Kontrapunkt zu den halben Ewigkeiten dessen, was Produktdesign gemeinhin ausmacht. Wir dürfen also gespannt sein, ob es die gestaltete Vergänglichkeit am Ende unter die drei Gewinnerprojekte schafft (Termin dafür derzeit nicht publiziert – die imm cologne 2022 wurde abgesagt).




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Cornelia Dollacker: Filmische Ode an das Analoge

Die Berlinale ist angelaufen und alle sprechen davon, wie schön es wieder ist, gemeinsam Filme zu schauen. Jens Meurers Dokumentarfilm „An Impossible Project“ ist seit Januar in den Kinos. Die filmische Hymne führt uns zu Beginn den Abschiedsschmerz über geschredderte Kameras und Schallplatten einer fast vergangenen Dingwelt vor. „Je digitaler die Welt, desto analoger die Träume“, heißt es im Film. Regisseur Meurer hat mit einem humorvollen Blick den betriebswirtschaftlichen Wahnsinn von Florian Kaps über Jahre begleitet. Der Österreicher, kurz „Doc“ genannt, ist dem Kult und Charme des Analogen erlegen und kaufte 2008 von seinen gesamten Ersparnissen das letzte Polaroid-Werk in den Niederlanden. Als wahrhafter Widerstandskämpfer schwimmt er gegen den Strom, um das Unmögliche möglich zu machen. Mit ehemaligen Mitarbeitern der Firma und mit Hilfe der alten Maschinen versucht Doc auch die chemische Formel des Polaroid-Films herauszufinden.

Konsequenterweise hat Schriftgestalter Erik Spiekermann den Filmtitel per Hand gesetzt und gedruckt. Gedreht wurde der Film natürlich auf 35-Millimeter-Zelluloid und der Soundtrack eines Jazz-Orchesters wurde direkt auf Vinyl eingespielt. Benutzung und Kult der Sofortbildkameras können vom Kinosessel virtuell ausprobiert werden, um nach dem Kinobesuch damit ins analoge Leben hinaus zu gehen.

Auch wenn einem vielleicht die Hartnäckigkeit des Polaroid-Enthusiasten auf die Nerven geht, legt der Film die Mechanismen der Kreativbranche offen: Wenn wir die alten Techniken neben den digitalen Tools nicht erhalten, sterben Kunstformen und Medien, wie das Polaroid. Wir verlieren dann handwerkliches Wissen aus Jahrhunderten und auch regionale Branchen – ein kreatives Artensterben.

Machen wir doch für eine Filmlänge „Digital Detox“ und befreien uns von der Sucht nach dem Digitalen! Ich wünsche Ihnen im Kino wieder Popcornduft, ohne an die Maske zu denken. Tasten und Riechen statt wischen und scrollen.




600 pixels wide image 600 pixels wide image Herausragende Architektur: DAM Preis 2022

Alljährlich kürt das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt herausragende Bauten in Deutschland mit dem DAM Preis. Der diesjährige Preis geht an die Arge Summacumfemmer Büro Juliane Greb für das genossenschaftliche Wohnhaus „San Riemo“ in München. Dessen matrixartige Raumstruktur macht unterschiedliche Wohnungsgrundrisse für verschiedenste Lebensbedürfnisse möglich. Das hat die Jury überzeugt, und das Projekt aus zunächst 100 Beiträgen der Longlist, dann 22 der Shortlist und neben den drei weiteren Finalisten ausgewählt.

Finalisten sind Burger Rudacs Architekten mit John Cranko Ballettschule in Stuttgart, Florian Nagler Architekten mit Forschungshäuser Bad Aibling und Office for Metropolitan Architecture mit dem Axel-Springer-Neubau, Berlin. Aus Hessen findet sich auf der Shortlist die schwunghafte Rad- und Fußgängerbrücke von TRAGRAUM Partnerschaft Beratender Ingenieure, die von außen schlicht und grau erscheint und mit roten Innenseiten eine neue Landmarke in Darmstadt ist.




Provokante Ikone. Valie Export ist Max-Beckmann-Preisträgerin der Stadt Frankfurt 2022 Heute gilt sie als Pionierin der Medienkunst und des künstlerischen Feminismus – in der prägenden Zeit ihres Werks lösten ihre Performances Verstörung und oft Empörung aus. Die 1940 in Linz als Waltraud Lehner geborene Künstlerin, schloss 1964 zunächst ein Studium als Designerin ab, ging danach in die Filmbranche. 1967 legte sie ihren bürgerlichen Namen ab und firmierte fortan als Valie Export. Zunächst im Umfeld des Wiener Aktionismus, entwickelte sie die ihr eigene Form einer radikalen, vom Feminismus geprägten Aktions- und Performance-Kunst, die ein filmisches Werk einschloss. Der unmittelbare Einsatz ihres Körpers, wie etwa 1971, als sie in einer Performance nackt über Glasscherben rollte, erweiterte das bis dahin künstlerisch Gesagte auf das Radikalste. Mit dem alle drei Jahre vergebenen Max-Beckmann-Preis ehrt nun die Stadt Frankfurt die frühe Vertreterin feministischer Kunst.




Eine Stadt macht mit. Frankfurt und der NS im Historischen Museum  Frankfurt, einst liberale Stadt mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil, diente sich nach 1933 schnell und radikal den Nationalsozialisten an. Wie es dazu kommen konnte und wie schleppend die Aufarbeitung nach 1945 verlief, dem widmet sich das dreiteilige Ausstellungsprojekt des Historischen Museums im 75. Jahr der Befreiung von der Nazi-Diktatur. „Eine Stadt macht mit“ führt die Besucher zu 19 typischen urbanen Orten und zeigt damit auf, wie Frankfurt das Image der „Stadt der Juden und Demokraten“ unter ihrer Nazi-Kommunalverwaltung zu tilgen versuchte, um zur „Stadt des deutschen Handwerks“ zu werden. Zu sehen dabei auch, wie der mörderische Antisemitismus der NS-Zeit Frankfurt auch zur „Hauptstadt der Profiteure“ werden ließ. Ein Umstand, der bis in die Gegenwart nachwirkt. Ausstellungsdauer bis 11. September 2022.




Mehr als ein Archiv. Von der Gießerei zur Typografie-Geschichte im Klingspor Museum 130 Jahre ist es her, dass Carl Klingspor die Rudhard’sche Gießerei in Offenbach übernahm. Ab 1906 hatten dessen Söhne den Betrieb zu einem Inbegriff unter den Schriftgießereien werden lassen, bis er 1956 von der D. Stempel AG gekauft wurde, die später zu Linotype wurde. Inbegriffe der Schriftgestaltung sind mit Klingspor verbunden, wie etwa Rudolph Koch, Entwerfer der Koch Antiqua und der Kabel (1927–1929). Wesentliche Objekte und Dokumente dieser Typografie-Geschichte verwahrt das Archiv des Klingspor Museum Offenbach, das diese ab 12. März in einer Ausstellung im Spiegel gegenwärtiger Schriftgestaltung ergründet.





Inszenierte Welt. Andreas Mühe mit „Stories of Conflict“ im Städel
In den Fotografien von Andreas Mühe (geb. 1979 in Chemnitz) tauchen Menschen, Gegenstände, Gebäude und Räume auf, sorgfältig inszeniert und ausgeleuchtet im Kontrast zu einer tiefen, raumgreifenden Dunkelheit. Auf den zweiten Blick scheinen in den mit der Planfilmkamera aufgenommenen Fotografien soziologische, historische und politische Themen hervor. Bekannt sind seine Portraits von Ex-Kanzlerin Merkel, die er auf Reisen begleitet hat. Das Städel Museum zeigt eine Ausstellung mit rund 45 Arbeiten, bekannte und unbekannte sowie die erstmals präsentierte Serie Biorobots II. „Stories of Conflict“ eröffnet am 16. Februar und ist bis 19. Juni zu sehen. P.S.: Andreas Mühe ist der älteste Sohn des Schauspielers Ulrich Mühe, seine Halbschwester die Schauspielerin Anna Maria Mühe. 




600 pixels wide image 600 pixels wide image Einundzwanzig Wettbewerb: Teilnehmen noch bis 18.02.

In Zweiundzwanzig einundzwanzig Preise vergeben, klingt etwas verwirrend, ist es auch. Der Wettbewerb richtet sich an Designstudierende und Absolventen im Bereich Produktdesign und Lifestyle. Die einundzwanzig Produkte und Produktideen sollen sich für ein definiertes Zielfenster eignen. Das besteht aus weltweiter Sichtbarkeit, umfassenden Marketingmaßnahmen und der Einbindung in das internationale Netzwerk des Rat für Formgebung, der den Wettbewerb ausschreibt. Superlatives Newcomer-Design in Gipfel-Kategorien, hoch hinaus bis „Best of the Best“.

Den Gewinnerprojekten des kostenfreien Wettbewerbs winkt eine Ausstellung ihres Prototypen auf dem Salone del Mobile 2022 in Mailand (07.–12-06.2022 – wobei die Ausschreibung selbst hinsichtlich der „Ausstellung“ vage bleibt und die Messe in Mailand nicht nennt). Die Teilnahme ist nur noch bis 18. Februar möglich.


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Zehnter Recycling Designpreis: Teilnehmen bis 28.02.

Neue Produkte aus Abfall- und Reststoffen kürt der Recycling Designpreis und fragt nach Upcycling-Ideen, neuen Entwicklungen in der Materialforschung, der Kreislaufwirtschaft, des Social Designs oder des Transformationsdesigns – Prädikat „fantasievoll, visionär, originell, nachhaltig“. Es gibt drei Geldpreise zu gewinnen, zudem wird eine Auswahl der interessantesten Einreichungen in zwei Ausstellungen präsentiert. Veranstalter ist die RecyclingBörse! Herford. Der Jury gehören u.a. an Prof. Volker Albus (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Carina Bischof (Future Fashion Forward e.V.), Dana Giesecke (FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit, Berlin) und Imke Volkers (Kuratorin Museum der Dinge, Berlin).
 



600 pixels wide image Einundzwanzig-Starter in Frankfurt? Bewerben beim Frankfurter Gründerpreis Zweiundzwanzig

Im vergangenen Jahr konnten wir über zwei Design-Kolleginnen berichten, die im Umfeld aller Branchen auf Platz eins des Frankfurter Gründerpreises lagen. Maria Möller und Laura Mohn hatten mit den „Talking Hands“ den begehrten Preis der Wirtschaftsförderung Frankfurt gewonnen. Da kann es für die Frankfurter Design- und Kreativ-Gründerinnen und -gründer des Jahrgangs 2021 nur eines geben: Gleich bewerben und die Trophäe 2022 für die kreative Zunft sichern. Bewerbungsschluss ist der 3. März; alle Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es auf der Website der Wirtschaftsförderung Frankfurt.



 
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Bobby Car wird fünfzig. Ein Call for Papers der Gesellschaft für Designgeschichte

Ein Schattendasein in der Designgeschichte fristet, wie es scheint, das Thema Spiel mitsamt seiner Figuren und Objekte. Dem konstanten Begleiter der menschlichen Spielernatur wird allgemein wenig (wissenschaftliche) Beachtung geschenkt, obwohl sich an Spielzeugen jeder Epoche ihre jeweiligen sozialen und technologischen Entwicklungen ablesen lassen, denkt man etwa an die Entstehung gänzlich digitaler Spiele.

2022 feiert der „Bobby Car“ seinen 50. Geburtstag wie auch das weltweit erste populäre Videospiel, „Pong“ von Atari. Passend dazu thematisiert die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte Spiele und Spielzeuge aus dem 20. Jahrhundert. Wo könnte sie das besser tun, als in der Spielzeugmetropole Nürnberg. Dazu richtet sie einen Call for Papers aus und fragt nach Beiträgen, die der Gestaltung von Spielen, Spielformen und Spielzeugen der Industriekultur gewidmet sind – besonderer Fokus: digitale Spiele bis ins Jahr 2000. Einsendeschluss für Abstracts ist der 30. März.



 
600 pixels wide image Siebenhundertvierzig Mal Zusehen: See Conference fünfzehn

An „Kreative und Denker“ adressiert ist die 15. Ausgabe der Konferenz. Es geht auch ihr um die Auswirkungen heutigen Handelns auf die Chancen und die Umwelt der Generationen von morgen; damit wiederum dem, was allgemein und diffus mit „nachhaltig“ bezeichnet wird. Gemeint ist hier die Visualisierung von Informationen auf einem Niveau, bei dem gesellschaftliche Wahrheiten in der Flut der Informationen Bestand haben und sich durchsetzen können. Gefragt sind also „kreativ Denkende und denkende Kreative“, die etwas in Gang setzen wollen mit ihrer Arbeit.

Die Teilnahme an der see-conference am 9. April im Schlachthof Wiesbaden kostet 135 Euro, Hochschultarif 70 Euro. Tickets für die Reihen 1 bis 6 (von 18 und 1/2 Reihen insgesamt) waren bei Redaktionsschluss schon verkauft (Reihe à 40 Plätze, 740 Zuschauerplätze insgesamt); ebenso die Early-Bird-Tickets. Die Konferenz wird ausgerichtet von Bilder der Zukunft e.V. und der Wiesbadener Agentur Scholz und Volkmer GmbH.



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Elfte Ausgabe: Bundespreis Ecodesign

Der Bundespreis Ecodesign hatte vergangenes Jahr seine 10. Ausgabe gefeiert. Jetzt geht der Wettbewerb ins elfte Jahr und sucht erneut innovative, herausragend gestaltete und umweltverträgliche Produkte, Dienstleistungen und Konzepte. In einer Matrix von Kriterien haben sich die Ausrichter sehr wohl überlegt, welcher Maßstab angelegt werden müsste, um als „Eco Design“ gelten zu können. Dafür kann man auf der Website des Wettbewerbs sein eigenes Wettbewerbsprojekt einordnen in einer Matrix aus „Designaspekt“ + „Lebenszyklusphase“ und schlussendlichen „Kriterien“.

Die Teilnahme ist bis 18. April 2022 möglich. In Abhängigkeit zur Unternehmensgröße beträgt die Teilnahmegebühr zwischen 250 und 1.000 Euro; Selbständige und Unternehmen in der Gründungsphase mit ermässigter Gebühr von 50 Euro nach Vorprüfung. Der Wettbewerb wird jährlich durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin ausgelobt.



 
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Kultur- und Kreativwirtschaft: Eine Betroffenen-Analyse 2020–2022

Zahlen zur Pandemie sind Alltag geworden wie die Tagestemperatur oder der Börsen-Index DAX: Infektionszahl, Inzidenz, Hospitalisierungsrate usf. Ganz andere „Indices“ liefert der Bericht zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur- und Kreativbranche. Für die Designwirtschaft sind diese Auswirkungen weniger stark als zunächst befürchtet. Lag der Gesamtumsatz Branche in 2019 bei 21 Mrd. Euro, so sank er 2020 geschätzt auf 19,2 Mrd., also -9 %. In 2021 trat eine leichte Erholung ein auf 20,3 Mrd. Euro so dass, bei fortgesetzter Tendenz im laufenden Jahr, das Vorkrisenniveau erreicht werden könnte.

Wesentlich stärkere Einbrüche erlitten die Filmwirtschaft, die 2020 um 41% einbrach, sowie der Musikmarkt, der 2021 sogar um 59% zurück ging verglichen mit 2019. Die größten Einbußen erlitten die darstellenden Künste, deren Umsätze in 2020 um 81%, in 2021 um 79% unter dem Niveau von 2019 lagen. Profiteur der Krise war die Software und Games-Industrie, die nach einem minimalen Rückgang in 2020 im letzten Jahr 6% zulegen konnte. Die Studie wurde erstellt vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.



 
600 pixels wide image Neustarthilfe 2022: Ein Überblick

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, könnte man bei Durchsicht der verschiedenen bis dato aufgelegten Corona-Hilfen subsumieren. Neu gestarteter Minister, neue Starthilfe: Das Programm Neustarthilfe 2022 richtet sich an „Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie“. Im Förderzeitraum von Januar bis März 2022 beträgt die Förderung maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften. Anträge können bis 30. April gestellt werden.

Weiterhin am Start sind: Die Überbrückungshilfe IV (Antragsfrist 30.04.), die Überbrückungshilfe III Plus (Antragsfrist 31.03.) und die Neustarthilfe Plus (Antragsfrist 31.03.).




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Updates zu Beiträgen, über die wir kürzlich berichtet haben:



Hat das Stil? Frankfurt Style Award zur Fashion Week

Awards, wohin man schaut. Mit „Fashion with a Mission“ gab es auch zur Frankfurt Fashion Week einen Nachwuchswettbewerb. Den Rahmen dazu bildete das von der Event-Agentur Frankfurt Fashion Lounge und Sevinc Yerli inszenierte Programm in der Alten Oper, das mit viel Glamour eine Fülle an Runway-Shows ihrer Designer präsentierte. Mit dabei die Gewinnerinnen des Frankfurt Style Award, die Frankfurterinnen Alexandra Fuks und Anastasia Liebe. Was das allerdings mit „Fashion with a Mission“ zu tun hat, erschliesst sich der Redaktion nun nicht, angesichts der überladenen oder gar martialischen Couture, die eher an den Verfall des Fin de Siècle erinnert. Die unruhigen Zeiten fordern Missionen heraus. Dabei kann die Sinnsuche im Design auch wieder dekadente Formen annehmen.




Hat’s gegrünt? Gewinner beim Green Product und Concept Award

Ganz grün und zukünftig hatte der „Green Product Award“ mit einem Wettbewerb für Start-ups und etablierte Unternehmen um Einreichung nachhaltiger Produktlösungen gefragt. Für alle, die noch in der Konzeptphase stehen, gab es obendrein den „Green Concept Award“. Bis November konnten Beiträge eingereicht werden. Die Nominierten der jeweils dreizehn Wettbewerbskategorien im Segment Product bzw. Konzept stehen fest. Es sind jeweils 100. Aus denen konnte das Designpublikum per Online-Wahl bis 31. Januar die Gewinner küren. Die Gewinner der Jury werden am 18. Mai bei der Preisverleihung bekannt gegeben.




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Monatlicher Online-Designberatungstag Jeden ersten Freitag im Monat können sich hessische Unternehmer aller Branchen, Solo-Selbständige und Existenzgründer von Cornelia Dollacker, Geschäftsführerin Hessen Design, beraten lassen. Online mit Rat und Expertise ermittelt die Diplom Designerin den individuellen Beratungsbedarf. In Kooperation mit dem RKW stehen hessischen KMUs auch eine Förderung für Designberatung zu. Melden Sie sich für eine Onlineberatung per E-Mail an.





Location Designhaus Darmstadt Das Designhaus mit seinen repräsentativen Räumlichkeiten auf der Mathildenhöhe kann angemietet werden. Mit Hygienekonzept und weiteren Maßnahmen sind wir für kultur- und kreativwirtschaftliche Veranstaltungen, Experten-Meetings, Fachkongresse, Seminare und Workshops sowie Ausstellungen und Feierlichkeiten gerüstet. Gerne machen wir Ihnen ein individuelles Angebot für Nutzung, Organisation und Bewerbung Ihrer Veranstaltung. Informationen dazu auf unserer Website. 

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Hessen Design Newsletter
Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 04.02.2022

Unser Newsletter informiert Sie monatlich über aktuelle Themen der Designszene und benachbarte Disziplinen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen.
Als aktives und unabhängiges Medium der Designwirtschaft beziehen wir Stellung zu aktuellen Designthemen und bieten Ihnen Orientierung über Ausstellungen, Messen, Konferenzen, Designwettbewerbe, Hochschulaktivitäten sowie Literaturempfehlungen. Wir realisieren ein Bildungsprogramm im Frühjahr und Herbst, interdisziplinäre Ausstellungen im Designhaus und Designevents und geben Ihnen Möglichkeiten, daran zu partizipieren.
Gegründet 2006, ist Hessen Design e.V. Kompetenz- und Beratungszentrum für Design in Hessen, das herausragende Designleistungen in ihrer gesamten kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bandbreite sichtbar macht. Als Designleitstelle unterstützt der Verein die Umsetzung der Designförderung des Landes Hessen und fördert die Vernetzung zwischen Designern aller gestalterischen Disziplinen, Hochschulen, Institutionen, Berufs- und Industrieverbänden und Unternehmen.

Hessen Design unterstützt die Bemühungen um sprachliche Gleichstellung
Es gilt als erwiesen, dass Sprache die Wahrnehmung lenkt, so dass es notwendig ist, sprachliche Gleichberechtigung umzusetzen – ganz Sinne der im Grundgesetz verankerten Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir orientieren uns in der Textredaktion an den Leitlinien der Gesellschaft für deutsche Sprache zu den Möglichkeiten des Genderings.

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