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Newsletter September 2021




Liebe Leserin, lieber Leser,


MITMACHEN – NETZWERKEN – RESONANZ ERHÖHEN, unser Appell für den sommerlichen Jahresempfang. Ein Aufruf zum Schulterschluss unter Kollegen und Kolleginnen. Damit die Branche in Gang kommt in dieser Zeit, die reif ist für Innovationen, für die Herausforderungen der Zukunft. Die Designwirtschaft bietet dafür echte Perspektiven!

Verstärkung bekommen wir vom Deutschen Designtag, der in der Coronakrise sehr bemüht war um Hilfsprogramme. Designer Arne Leichert, DT und BDG, wird in seiner Keynote über Weitsicht und Potenziale der Branche berichten. Noch mehr des Guten: 3 in 1 – Mehr Designausstellung geht nicht! Mit Fotograf Vitus Saloshanka, der Architektur-Ikone Friedrich Pützer und Darmstadts Weg in die Moderne neu belichtet hat. Die Wettbewerbsausstellung Hessen Design Competition blickt dazu in die Zukunft, mit Prototypen von acht Hessen-Design-Newcomern, die erahnen lassen, wohin die Reise geht. Mit dabei auch ein Signal für den Wandel der Region: die Preisverleihung des Wettbewerbs RegionalGestalt der Werkbundakademie Darmstadt.

Dazu wird Hans Hess, Studio EAT mit feinen, regionalen Häppchen kulinarisch aufwarten und Hessen-Design-Mitglied Jonas Huhn wird mit Sounds und Beats die Nacht zum Klingen bringen. Dies alles im kreativen Ambiente des Designhauses mit seinem weitläufigen Garten auf der Mathildenhöhe. Machen Sie mit, lösen Sie Ihr Ticket (12 Euro) und Netzwerken Sie mit uns und erhöhen Ihre Resonanz!


Ihre Cornelia Dollacker

Leiterin Hessen Design e.V.


Jetzt noch anmelden zum Jahresempfang der hessischen Designwirtschaft – diesen Samstag, 17 Uhr

„Mitmachen – Netzwerken – Resonanz erhöhen“ bei Hessen Design


Der Jahresempfang der hessischen Designwirtschaft mit interdisziplinären Design- und Kunstausstellungen steht vor der Tür – mit dabei Akzentgeber und aufstrebende Newcomer der Designbranche hierzuland.

Das Programm startet mit der Keynote „Mitmachen – Netzwerken – Resonanz erhöhen“ (Deutscher Designertag). Uns erwartet die Preisverleihung und Ausstellung des Wettbewerbs „RegionalGestalt“, die Ausstellungen „Hessen Design Competition 2020 und 2021“ und „12. Darmstädter Stadtfotograf Vitus Saloshanka“.

Mit Redebeiträgen von Arne Leichert (Vorstand Deutscher Designtag), Jula-Kim Sieber (Vorstandsvorsitzende der Werkbundakademie Darmstadt) und Oberbürgermeister Jochen Partsch – Moderation: Cornelia Dollacker, Leiterin von Hessen Design.

Willkommen zur Gartenparty rund ums Designhaus, kulinarisch exquisit eingerahmt von Life-Cook Hans Hess. Mit dabei Sounds und Beats von DJ Jonas Huhn.

Anmeldungen bitte über Eventbrite.

Hessen Design Competition 2021: Die Preisverleihung am 3. September 

Mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen war der ideale Rahmen gesetzt für die Preisverleihung der Hessen Design Competition 2021 im Garten des Designhauses. Schon am Vormittag waren die Preisträgerinnen und Preisträger im Haus zum Marketing-Workshop mit Annette Bertsch. Zur Preisverleihung konnten dann gut 50 Gäste im Garten begrüßt werden, mit dabei die Hessen-Design-Vorstände Christine Fehrenbach und Thomas Kowallik sowie die Juroren und Mentoren Annette Bertsch, Olaf Barski, Kurt Friedrich, Sebastian Herkner und Nicola Harrison. Den offiziellen Teil der Preisverleihung moderierte Cornelia Dollacker.

Als „Masters of Ceremony“ der Preisverleihung fungierten Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Rolf Krämer, Referatsleiter beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, der die Urkunden und Trophäen an die glücklichen Preisträgerinnen und Preisträger überreichte. Die Wettbewerbsarbeiten von Emilie Burfeind, Florian Bremer, Patricia Huss und Abdalla Mohamed konnten dann zusammen mit den Arbeiten der HDC-Gewinner 2020 im Designhaus in Augenschein genommen werden.

Für das Catering sorgte „Fräulein Zuckertopf“ mit ihrem Food-Truck – zu musikalischer Untermalung der TukTuk-Disco.

Zum Nachsehen und Nachhören: Das Video der HDC-Preisverleihung 2021.

Mehr Erfolge der Hessen Design Competition: Die HDC-Alumni 2016–2020

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Ausstellung Hessischer Staatspreis Universelles Design im Designhaus – eine Rückschau 

Die Charta der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung postuliert universelles Design als „von allen Menschen im größtmöglichen Umfang“ nutzbar, ohne, dass eine „Anpassung oder ein spezielles Design erforderlich ist.“ Dass dies in hohem Maße erfüllt werden kann, beweisen die Staatspreisträger 2020, deren Arbeiten vom 19. August bis 12. September im Designhaus zu sehen waren. Wir möchten in aller Kürze noch einmal auf die Prämierten hinweisen: 



1. Preis an OEKOGENO-SWH eG für ein ökologisches Wohnprojekt. Anerkennungen für: CLEARTECT, persönliches Schutzvisier von Hessen Design-Mitglied Werner Lorke sowie Corporate Design für ZAMADI Kaffee (Design: YOOL Werbeagentur für Nachhaltigkeit).

In der Kategorie „Nachwuchs Digital“: 1. Preis für „Eye Build It Creator“ von Adrian Wegener (Hochschule Trier); 2. Preis für die App „fluuit“ von Leonie Schäffer (FH Münster); 3. Preis für „Little Voice“ von Aaron Schwerdtfeger, Paul Nelson Morat; Mathieu Josserand; Jacqueline Butzinger (Fachhochschule Potsdam).

In der Kategorie „Nachwuchs“ gewannen: 1. Preis für „First Aid Gloves“ von Anna Koppmann (UDK Berlin); 2. Preis für „CIMO – die modulare Citytram“ von Daniel Rauch (Folkwang Universität der Künste); 3. Preis für„Stempeln statt Spritzen“ von Cong Hieu Vu (University of Applied Sciences Berlin); Anerkennungen für „alphabetum tactus“ von Patrick Palčić (UDK Berlin), für „Rückzugs- und Quarantäneräume für Menschen in Notfallsituationen“ von Amir Reza Ameli (O. v. Guericke Universität Magdeburg), für „Splint“ von Sandra Kickstein (Hochschule Pforzheim), für Gina Hartig & Martha Sophie Kikowatz (Hochschule: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) und den Gehstock „Dreibein“ von Helena Kiefer (Hochschule Darmstadt). 

(Alle Weblinks: Website Hessischer Staatspreis Universelles Design/Hessisches Ministerium der Finanzen – bei einigen Prämierten sind Weblinks nicht verfügbar) 


Bitte einsteigen: Die Hessen Design Routes 2021 starten

Die Hessen Design Routes sind neu am Start. Jetzt heißt es, gleich einsteigen und damit eigene Designprojekte und Portfolios vorstellen. Für überregionale Vernetzung – für neue Kontakte und Aufträge – mit neuer Website und Verlinkung der eigenen Domain – plus neuer Login-Bereich, um selbst Content einzustellen.

Ein ideales professionelles Forum für alle beteiligten Programmpartner – offen für neue, interessante Projekte, Work-in-Progress, Online-Workshops & Online-Treffen im Speed-Dating-Format.

Die Benefits für die hessische Designszene:


  • Eigenes Profil auf der HDR-Website und auf einer dynamischen Hessenkarte

  • Mitgestaltung der Agenda der Design Routes mit eigenen Events

  • Vorstellung auf Facebook und Instagram

  • Ankündigung von Events im Newsletter von Hessen Design
Alle Informationen über Anmeldung und Kosten auf der Website der Hessen Design Routes 2021.

Hessen Design: Call for Books & Lesson zur Online- und realen Standbeteiligung bei der Frankfurter Buchmesse 

Hessen Design wird sich in diesem Jahr zum zweiten Mal als digitaler Aussteller sowie mit einem POP-UP-Stand der Kreativwirtschaft Hessen bei der Frankfurter Buchmesse dem Publikum präsentieren. Dabei möchten wir auch unseren Kooperations- und Hochschulpartnern die Gelegenheit geben, ihre 2020 und 2021 publizierten Buchveröffentlichungen in diesem Rahmen zu präsentieren. Der „Call for Books & Lesson“ ist offen für Ihre Buchtitel und Vorträge, ohne thematische Beschränkung. Bitte beachten Sie die nachfolgenden Kriterien.
  • Kriterien: Veröffentlichte Buchtitel bzw. Vorträge der Jahre 2020 und 2021 können eingereicht werden, wenn Sie selbst Urheber des Werks sind.
  • Einreichung des Buchtitels bzw. Vortrags per E-Mail in Form der vollständigen bibliografischen Angaben: Titel, Autor(in), Verlag, Erscheinungsjahr, Seitenzahl, ISBN, Preis, Weblink von Verlag bzw. Autor(in).
  • Bitte übersenden Sie uns zusätzlich eine Datei des Titelblatts (Formate: JPG, PNG, PDF)
  • Einsendeschluss: Montag, 11. Oktober.
Online-Präsentation während der Frankfurter Buchmesse vom 20. bis 24. Oktober – wir werden im Oktober-Newsletter informieren.



Cornelia Dollacker: Demut, das Wort der Stunde

Demut ist das Wort, das mir diese Tage immer wieder begegnet. Laut ausgesprochen oder still, als Zusammenfassung und Ergebnis einer Betrachtung – überall taucht es auf. Es steht für Zurückhaltung in den Budgets, Zurückhaltung in den sonst gängigen Maßeinheiten der Wirtschaft, die da lauten: schneller, weiter, größer. Demut üben wir auch bei unseren Reisezielen und beim Konsumieren von Überflüssigem. Verzicht auch auf Verpackungen, auf neue Modetrends und öfters auch auf das Auto? Zu letzterem hat ja eine große Demo zur IAA in München gerade aufgerufen. Der Traum der PS-starken und Benzinschlucker ist offensichtlich ausgeträumt.

Mit Interesse beobachte ich, wie sich das Wort Demut allmählich wandelt zum Inbegriff einer schon fast religiös anmutenden Zurückhaltung. Ungläubig gewinne ich einer demütigen Haltung neue und positive Attribute ab: Eine Verlangsamung des eigenen Handels, eine bessere Orientierung und die Freude an Kleinem. Werte, die für Sinn und Sicherheit stehen, verbinde ich mit dem Wort, wie auch die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen. Das erinnert mich an die Fünfziger und Sechziger, als man mit einem Urlaub nur ein paar Kilometer von zuhause entfernt sehr glücklich war, als viel weniger Kleidung im Schrank hing und sich Üppigkeit auf die Ernte aus dem eigenen Garten beschränkte. Sicher, damals ging es los, das immer schnellere Konsumieren. Jedoch – in der Rückschau erscheint mir dies alles so viel ruhiger – wie in einer Zeitlupe.

Laut Definition bedeutet Demut die Hinnahme äußerer Gegebenheiten ohne darüber zu klagen. Auch bedeutet Demut, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Das würde ich so nicht mehr unterschreiben. Die neue Demut, die ich meine, hat mit einer Menge eigener Haltung und ganz persönlichen Entscheidungen zu tun. In wirtschaftlicher wie privater Hinsicht ist mir das Ego sehr wichtig. Auch sollte man sich vorsehen, Demut mit Schwäche gleichzusetzen. Steckt doch auch das Wort Mut darin. Wer sich fügt, ist auch ganz oft führend. Nicht nur moralisch. Demut ist damit ein unterschätztes Machtmittel, das bei mir neuerdings Sympathien weckt. Als Gestalter denken wir ja auch über die Welt nach. Da hilft uns vielleicht ein etwas leiseres Ego, die Welt klarer zu sehen – für ein demütiges Konsumieren und Wirtschaften.


Emge Office gestaltet Grafik, Digitales und Produkte

Das sagt der selbständige Frankfurter Gestalter für Grafik, Digitales und Produktdesign über sich: „Ich lasse mich von Kultur und bildender Kunst inspirieren und entwickle mein Verständnis des Gestaltungsprozesses stetig weiter, in dem ich in meinen Projekten möglichst alle relevanten Faktoren mit einbeziehe.“ Dabei arbeitet er gerne in Kooperationen aus unterschiedlichen Bereichen wie Architektur und Fotografie. Auch im Bereich Produktdesign zählen für ihn Kooperationen, „um Produkte und Objekte gemeinsam zu entwickeln und zu vertreiben“. Der Anspruch: „konsistente und authentische Gestaltung“.

Emge Office wurde 2017 als Design-Agentur von Lukas und Simon Emge gegründet. Simon Emge ist Diplom Designer und Absolvent des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt.




Nah und fern, virtuell und real: Semesterausstellungen der Hochschulen 

Wir haben öfters über Online-Ausstellungen von Semester- und Abschlussarbeiten der hessischen Gestaltungshochschulen berichtet, so von der Hochschule RheinMain, der HfG Offenbach, der European School of Design sowie von der Hochschule Darmstadt und der Kunsthochschule Kassel.

Was einst nur innerhalb der Hochschulen gezeigt wurde, drängt ins Öffentliche. Die Zurschaustellung ist dabei längst auch Wettbewerb, weil Aushängeschild der Hochschulen. Für die Studierenden bedeutet das „Abliefern“ eines Endprodukts sicher Stress, zumal wenn es für die Online-Präsentation geeignet sein soll. Interessant ist auch ein Blick über die Landesgrenzen hinaus (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Vollständig reale Ausstellungen zeigen die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und die Hochschule für Gestaltung und Kommunikation Ulm. Die Hochschule der Bildenden Künste Saar bleibt ebenfalls real, zeigt dazu Online-Formate nur für adäquate Bereiche (Animation Lab, Creative Dreaming) – ganz im Sinne von „The Medium is the Message“.

Gänzlich online stellen aus: Die Gestaltungshochschule in Pforzheim, die Hoch­schu­le für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ge­stal­tung in Stuttgart sowie die Hochschule für Technik Stuttgart. „Schicht im Schacht“ heißt die Ausstellung der Würzburger Fakultät Gestaltung. Eine schier endlose Präsentation stellt die Fakultät Design der technischen Hochschule Nürnberg ins Netz – „less might be more“, mag man dabei denken. Und die Hochschule Mainz macht weder das eine noch das andere oder publiziert nichts darüber. Nichts ist ja auch etwas.

Frankfurter Gründerpreis für „Talking Hands“ von Maria Möller und Laura Mohn

Ein System von Daumenkinos, das einen Grundwortschatz von 100 Wörtern in Gebärdensprache übersetzt, das sind die „Talking Hands“ des Duos Maria Möller und Laura Mohn (wir haben darüber berichtet). Nun haben die beiden Absolventinnen der European School of Design damit den mit 12.500 Euro dotierten Frankfurter Gründerpreis erhalten – am 30. August fand die Preisverleihung im Römer statt. 33 Einreichungen gab es in diesem Jahr.

Dem voran gegangen waren bereits andere Ehrungen, wie der Gewinn des Deutschen Future Awards sowie die Aufnahme in den Kreis der Kultur- und Kreativpiloten. Aktuell realisieren die Designerinnen die dritte Auflage der „Talking Hands“ und haben sich inzwischen zum soliden Start-up „talking hands flipbooks UG“ entwickelt. Hessen Design sagt „Chapeau!“.


Und außerdem …

„Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“

Vor hundert Jahren traf Alexej von Jawlensky (1865–1941) in Wiesbaden anlässlich einer Ausstellung seiner Werke ein. Seit 1918 hatte er in Ascona am Lago Maggiore gelebt. Spontan tauschte er das Tessin gegen die Kurstadt als Wohnsitz. Sein gesamtes Spätwerk entstand in den Jahren in Wiesbaden. Nun widmet das Museum Wiesbaden ihrem in der Nachkriegszeit wieder entdeckten „Sohn“ eine Ausstellung über die ohnehin schöne Sammlung hinaus. Dazu gibt es auch eine Tour quer durch die Landeshauptstadt zu den für Jawlensky bedeutsamen Orten. Eröffnung ist am 17. September (bis 27. März 2022).

„Ich. Max Liebermann“ in Darmstadt

Der Schlüsselfigur deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts widmet das Landesmuseum Darmstadt eine Ausstellung. Sie ordnet Max Liebermann (1847–1935) als europäischen Künstler ein, in direkter Gegenüberstellung u.a. zu François Millet und Rembrandt van Rijn. Der Basler Kunsthistoriker Georg Schmidt (1896–1965) befand einst Liebermanns europäisch gültigste Leistung in der „Darstellung der gemeinsamen menschlichen Arbeit“, sah ihn als einzigen, der die Kollektivität der Arbeit seiner Zeit dargestellt hat. Zugleich beurteilte er ihn als letzten Exponenten der wilhelminisch geprägten deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts, die den Anschluss an die Entwicklungen der Malerei eines Cézannes, van Goghs oder Gauguins verpasst hatte. Sehen wir, wie man das in Darmstadt sieht – vom 7. Okt. 2021 bis 9. Jan. 2022.

73. Frankfurter Buchmesse 2021

Die Frankfurter Buchmesse – weltweit größte „Content-Messe“ – ist zurück im Realen (20.–24. Okt.). Ihr Motto „Re:connect“ ist Programm nach nur digitaler Ausgabe 2020. Unter dem Titel „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ ist Kanada diesjähriger Ehrengast und verspricht damit ein weit gespanntes kulturelles und literarisches Programm. Interessant dürfte dabei auch sein, welchen Stellenwert in der Präsentation die First Nations einnehmen, deren verdrängte Kultur und vor allem deren Leid erst in diesem Sommer durch neu aufgetauchte Funde wieder ins allgemeine Bewusstsein gerückt wurde. Das gesamte Programm der Buchmesse wird Mitte September bekannt gegeben.

THE ARTS+ auf der Buchmesse

Als Schnittstelle zwischen der internationalen Verlagsbranche und der Kreativwirtschaft versteht sich THE ARTS+ der Frankfurter Buchmesse. Im Fokus: „Creative Intellectual Property“ – geistiges Eigentum. Dabei geht es um branchenübergreifende Interaktion und Vermarktung. Dieses Jahr wird es obendrein eine THE ARTS+ Ausstellung und erstmals einen STARTS Day geben (22.10.) – eine Initiative der EU Kommission zur Verbindung von Technologie und künstlerischer Praxis. Zudem richtet die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft während der THE ARTS+ einen Stand für die Kreativwirtschaft Hessen aus. Mit dabei auch Hessen Design – wir werden berichten. 

Es grünt so grün beim Green Product Award

Ganz auf „Green“ und „Future“ setzt der „Green Product Award“. Gefragt sind Start-ups oder auch etablierte Unternehmen, die nachhaltige Leistungen umgesetzt haben. Für alle diejenigen, die noch am Konzept und nicht am Markt sind, hier ist der „Green Concept Award“ offen für Beiträge. Die Bildwelt der Award-Website mit Astronauten in grüner Gebirgskulisse ist irritierend. Steht es um den Heimatplaneten so schlecht, dass man nur im Raumanzug in die Natur kann oder sollte man ihn lieber gleich verlassen, auf zu einem noch bewohnbaren Himmelskörper? Das nur am Rande.

Beiträge können in zwölf Kategorien eingereicht werden. Gebühren für Einreichungen von 200 Euro (Etablierte) und 100 Euro (Start-ups). Pre-Selection-Gebühr 900 bzw. 450 Euro (Etablierte bzw. Start-ups). Weitere Gebühren sind in einem Download-PDF einsehbar (Link: „Preise anzeigen“). Noch bis zum 1. November sind Einreichungen möglich. P.S.: Hessen Design ist Partner-Institution.

Business Angels Frankfurt Rhein-Main: Cluster Pitch für Gesundheitswirtschaft und zu Industrie 4.0

Unterschiedliche Start-ups aus unterschiedlichen Branchen treffen auf Unternehmen, um sie als Kunden zu gewinnen. Nichts Neues, mag man denken; doch nicht ganz. Denn beim Cluster Pitch erhalten die zunächst nicht unmittelbar im Zielinteresse liegenden Start-ups in einem „Cluster“ die Gelegenheit, ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistung Unternehmensvertretern vorzustellen. Der Cluster bringt zusammen, was zunächst nicht passend erscheint. Auf Agentur-Deutsch: Pitchen um die, die man sonst nicht erreichen würde.

Die Business Angels Frankfurt bieten zwei Formate an: den Cluster Pitch Gesundheits-Wirtschaft am 22. September sowie „Industrie 4.0 – Startups & Trends“ am 28. September. Bei ersterem geht es um einsatzreife neue Technologien in der Gesundheitswirtschaft (z. B. für Arztpraxen, Kliniken und Apotheken). Beim Termin am 28. September treffen Start-ups auf Unternehmen der Metall- und Elektrobranche, die sich Innovationen öffnen wollen in den Bereichen Produktion, IT-Sicherheit sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Female Founders Talk: Wachsen mit Venture Capital

Gründung braucht Grundkapital und Start-ups ohne finanzielle Starthilfe sind undenkbar. Dazu haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert, denn längst zählt nicht mehr nur die wirtschaftliche Erfolgsperspektive für Finanzierungen. Es geht vermehrt um den „Impact“, den gesellschaftlichen Nutzen einer Gründung und der dafür gemachten Investition. Das trifft besonders auf Female Entrepreneurship zu, das weitaus stärker an gesellschaftlicher Entwicklung orientiert ist, so scheint es.

Doch ist für den Bereich der Gründung und Start-ups von Frauen noch viel Luft nach oben, vor allem hinsichtlich des Fremdkapitals, wenn das Ziel für diesen Bereich mit einem Anteil von 25 Prozent bis 2025 beschrieben wird. Damit sich die Gebermodelle für Venture Capital in diese Richtung weiter öffnen, braucht es agile und aktive Unternehmerinnen. Dazu will der Female Founders Talk am 7. Oktober beitragen, als digitales Format der Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft in Hessen – Anmeldung möglich bis 5. Oktober.


Updates zu Beiträgen, über die wir kürzlich berichtet haben:

Vier Preise beim Designparcours Höchst

Der 16. Höchster Designparcours am 28. August ging ganz und gar outdoor über die Bühne. Verliehen wurde dabei der Höchster Designpreis (Jury: Hessen Design Vorstand Christine Fehrenbach und Betty Montarou). Der erste Preis ging an Philipp Beisheim für „Urblock“, dicht gefolgt von Svenja Boller (Label Moksi) für ein komplettes Outfit. Den dritten Preis teilten sich Lena Eckerlein für eine Keramikserie und Lena Grewenig für handgefertigten Schmuck. An fünf Stationen in Frankfurt-Höchst hatten sich insgesamt 16 Lables präsentiert. 

Einst und jetzt: 30 Jahre Internationaler Designpreis Baden-Württemberg

Viel hat sich verändert in den 30 Jahren seit 1991, da nämlich wurde der Preis erstmals verliehen. Damals gewann ein Mobiltelefon von Motorola mit für die Zeit revolutionären 60 Speicherplätzen. Simultan zur rasanten technologischen Entwicklung seither hat sich der Designpreis unter der Kurzformel „Focus Open“ etabliert. Zum Jubiläum gibt es nun eine Ausstellung mit Original-Produkten aus drei Jahrzehnten – vom 22. Sept. bis 20. Okt. im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Die Preisträger 2021 werden zudem ab 9. Okt. im Museum MIK in Ludwigsburg zu sehen sein. 

Nachwuchswettbewerb „aed neuland 2021“: Ergebnisse

Der interdisziplinäre Nachwuchswettbewerb „neuland“ für Studierende und Alumni im Bereich Gestaltung förderte auch in diesem Jahr innovative und nachhaltige Konzepte, die auf gesellschaftlichen Nutzen ausgerichtet sind. Die Ergebnisse aus insgesamt 508 Einreichungen in 2021 stehen fest; 50 Preise in den Kategorien Gold, Silber bzw. Anerkennung wurden verliehen. Dabei lobte die Jury das „steigende Niveau“ der Beiträge. Zu den fünf Anerkennungen in der Gruppe „Product Design“ zählt auch HDC-Preisträgerin Emilie Burfeind mit „Sneature“. 

Location Designhaus Darmstadt
Das Designhaus mit seinen repräsentativen Räumlichkeiten auf der Mathildenhöhe kann angemietet werden. Mit Hygienekonzept und weiteren Maßnahmen sind wir für kultur- und kreativwirtschaftliche Veranstaltungen, Experten-Meetings, Fachkongresse, Seminare und Workshops sowie Ausstellungen und Feierlichkeiten gerüstet. Gerne machen wir Ihnen ein individuelles Angebot für Nutzung, Organisation und Bewerbung Ihrer Veranstaltung. Informationen dazu auf unserer Website.
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Freiberufler, Solo-Selbständige und Kreativunternehmen können sich nun auch online zu Möglichkeiten der Soforthilfe und den langfristigen Hilfsmaßnahmen angesichts der Pandemie von der Leiterin von Hessen Design beraten lassen. Im Rahmen der geförderten Designberatung für hessische Unternehmen steht Cornelia Dollacker online mit Rat und Expertise zur Seite. Nach Massgabe Ihres Unternehmens ermittelt sie den individuellen Beratungsbedarf. Kontakt: dollacker@hessendesign.de

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